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Imugi, die Wasserschlange auf dem Weg zum Drachenhimmel

Imugi ist Geist der koreanischen Tradition.

Wasserschlange auf dem Weg zum Drachen des Himmels. Der Weg zum Drachenhimmel bestimmt das Schicksal der Wasserschlange Imugi in der koreanischen Überlieferung. Imugi zählt zu den bekanntesten Wesen der koreanischen Sagen.

GeistKorea

Inhaltsverzeichnis

Imugi, Geist der koreanischen Tradition
Imugi

Der Imugi ist ein schlangenartiges Wasserwesen der koreanischen Mythologie, ein Proto-Drache vor der Vollendung. Er lebt verborgen in Seen, Flüssen und Höhlen und gilt als gutmütig.

Je nach Überlieferung steigt er nach tausend Jahren oder mit der Drachenperle Yeouiju zum Yong auf.

Im Überblick: Imugi

Typ: Proto-Drache, hornlose Wasserschlange
Herkunft: koreanische Volksmythologie
Texte: kein Kanontext, breite Folklore
Zeitraum: seit alters bis heute
Erscheinung: pythonartige Schlange ohne Hörner

Textgeschichte

Zeitraum der Texte

Mündlich seit alters in der koreanischen Volksmythologie tradiert, bis heute lebendig.

Verbreitungsraum

Ganz Korea: Seen, Flüsse und Höhlen als bevorzugte Orte.

Quellenlage

Mäßig: Keine Monografie behandelt den Imugi eigens; Grayson ordnet ihn in Sammlungen ein.

Name und Varianten

Koreanisch: Imugi, auch Imoogi, benennt die Wasserschlange als Vorstufe des Drachen.

Wesen und Wirkung

Erscheinung

Der Imugi erscheint als große, gutmütige, pythonartige Schlange ohne Hörner.

Wirkung

Gelingt das Fangen des Yeouiju, sprießen ihm Hörner, und er steigt als Drache zum Himmel auf.

Steckbrief: Imugi

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick.

Kulturkontext

Fester Bestandteil der koreanischen Volksmythologie als Vorstufe des Yong.

Zuständig für

Regen, Glück und Fruchtbarkeit; seine Sichtung gilt als gutes Omen.

Darstellung

Riesige, hornlose, pythonartige Wasserschlange, oft grünlich gedacht.

Funktion

Wartet auf die Drachenperle Yeouiju, um aufzusteigen.

Umgang

Ehrfurcht statt Abwehr; Bannformen nicht überliefert.

Verwandtes

Mul Gwishin als koreanischer Gegenpart, Drache (Yong) als Verwandlungsziel.

Vom tausendjährigen Warten zur Drachenperle

Imugi bezeichnet eine große Wasserschlange oder einen Proto-Drachen; nach verbreiteter Überlieferung waren viele Yong ursprünglich Imugi und wurden nach tausend Jahren oder mit einem Yeouiju zum Drachen.

Eine Variante deutet Imugi als verfluchte, hornlose Wesen, denen der Aufstieg verwehrt blieb.

Zwischen Volksglauben und Filmdrache

Bekanntester Fall ist der Film D-War von 2007, in dem ein gutes und ein böses Imugi um die Drachenperle kämpfen.

Religionswissenschaftlich gehört er zum ostasiatischen Drachenkomplex, in dem Wasserschlangen als Glücksbringer gelten. Ein Imugi ist noch kein Drache, sondern dessen Vorstufe.

Ehrfurcht statt Abwehr

Da der Imugi als wohlwollend gilt, kennt die Überlieferung keine Bannrituale; Schutz ist kein tragendes Motiv. Im Vordergrund steht die Achtung vor einem Wesen, dessen Erscheinen Segen verheißt: Amulett, Räucherwerk und Tempelglocken.

Der ostasiatische Drachenkomplex

Der Imugi ist die Vorstufe des koreanischen Drachen Yong, Teil des ostasiatischen Drachenkomplexes mit dem chinesischen Drachenkönig. Der Mul Gwishin gilt als Wasserwesen des Unglücks; der Imugi verbindet das Wasser mit dem Glück.

Häufige Fragen zum Imugi

Ist ein Imugi ein Drache?

Noch nicht: ein Proto-Drache, der erst nach tausend Jahren oder mit der Drachenperle aufsteigt.

Ist er gefährlich?

Meist nicht, seine Sichtung gilt als gutes Zeichen.

Weiterführende Verlinkungen

Literatur (Auswahl)

Quellen:

  • Grayson, James H.: Myths and Legends from Korea. Richmond 2001.

Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.

Als Imugi Drache verehrt, bleibt das Wesen ein koreanischer Proto-Drache, wartend auf den Aufstieg zum Himmel.

Einordnung & Schutz

ISTUFE
Der Schutz-Kompass ordnet dieses Wesen der Einwirkungsstufe I zu – Geringe Einwirkung.

Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:

Im Schutz-Kompass vergleichen →

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