Eleggua ist eine bedeutende Gestalt der Santeria, der kubanischen Religion mit westafrikanischen Wurzeln. Am Hauseingang wird er durch einen kleinen Kopf aus Zement mit eingesetzten Kaurimuscheln vergegenwärtigt.
Eleggua wird als Schutzkopf am Hauseingang aufgestellt und wacht über die Schwelle.
Eleggua ist eine bedeutende Gestalt der Santeria. Die Santeria ist eine Religion, die sich in Kuba aus westafrikanischen Wurzeln entwickelt hat und zu den afrikanisch-karibischen Traditionen gehört.
Eleggua gehört zu den Orishas, den verehrten Gestalten der Santeria. Er ist die Gestalt der Wege, der Türen und der Schwellen, der Hüter der Übergänge.
Am Hauseingang wird Eleggua durch einen kleinen Gegenstand vergegenwärtigt. Dieser besteht meist aus einem Kopf aus Zement, in den Kaurimuscheln eingesetzt sind, die Augen und Mund bilden.
Dieser Eleggua-Kopf wird am Eingang des Hauses aufgestellt oder in seiner Nähe gehalten. Von dort aus bewacht Eleggua die Schwelle und schützt das Haus vor Unheil.
In der Religionswissenschaft ist der Eleggua-Kopf ein gutes Beispiel für eine Schutzfigur, die einen Ort hütet. Sie ist an die Schwelle gebunden und bewacht den Übergang nach außen und nach innen.
Diese Seite behandelt Eleggua unter dem Gesichtspunkt des Schutzes. Sie stellt die Gestalt Elegguas, ihren Platz in der Santeria und den Eleggua-Kopf am Hauseingang dar.
Die Santeria ist eine Religion, die sich auf Kuba gebildet hat. Ihre Wurzeln liegen bei den Yoruba, einem Volk im heutigen Nigeria und in angrenzenden Gebieten Westafrikas.
Im Verlauf des transatlantischen Sklavenhandels wurden zahlreiche Yoruba nach Kuba verschleppt. Mit ihnen reiste ihre Religion mit ihren Orishas und ihren Vorstellungen.
Auf Kuba trafen die Yoruba auf den Katholizismus der spanischen Kolonialherrschaft. Unter dem Druck der Verhältnisse verbanden sich beide Überlieferungen auf vielfältige Weise.
So wurden die Orishas teilweise mit katholischen Heiligen in Verbindung gebracht. Diese Verbindung erlaubte es, die überlieferte Verehrung unter dem Schein der katholischen Frömmigkeit fortzusetzen.
Der Name Santeria verweist auf diese Verbindung. Eine angemessenere, von vielen Anhängern bevorzugte Bezeichnung ist Regla de Ocha oder die Religion der Orishas.
Die Santeria ist damit eine Religion von gemischter Herkunft. Sie bewahrt das westafrikanische Erbe der Yoruba und verbindet es mit Einflüssen, die sie auf Kuba aufgenommen hat.
Eleggua ist einer der wichtigsten Orishas der Santeria. Er ist die Gestalt der Wege, der Türen, der Schwellen und der Kreuzungen.
Als Hüter der Übergänge hat Eleggua eine Schlüsselstellung. Er öffnet und schließt die Wege. Ohne ihn kann nach dem Verständnis der Santeria nichts gelingen.
Aus diesem Grund wird Eleggua bei vielen Anlässen zuerst angerufen. Er ist die Gestalt, mit der jede Handlung beginnt, denn er muss den Weg für das Anliegen öffnen.
Eleggua hat einen vielschichtigen Charakter. Er gilt als Hüter und Helfer, zugleich aber als unberechenbar und zu Scherzen aufgelegt. Diese Vielschichtigkeit gehört zu seinem Wesen.
Eleggua wird häufig mit den Farben Rot und Schwarz verbunden. Diese Farben begegnen an seinen Gegenständen und an dem, was ihm geweiht ist.
Als Orisha der Schwellen ist Eleggua von Natur aus mit dem Hauseingang verbunden. Der Eingang ist die Schwelle des Hauses, und ihn zu hüten ist Elegguas eigene Aufgabe.
Am Hauseingang wird Eleggua durch einen kleinen Gegenstand vergegenwärtigt. Dieser hat meist die Form eines Kopfes und besteht aus Zement.
Der Zement wird zu einer rundlichen Form gefügt, die einen Kopf andeutet. In diese Form werden Kaurimuscheln eingesetzt, die Augen, Mund und mitunter weitere Züge bilden.
Die Kaurimuschel hat in den afrikanisch-karibischen Religionen eine besondere Bedeutung. Sie diente in Westafrika als Zahlungsmittel und wird in der Santeria für heilige Gegenstände verwendet.
Im Eleggua-Kopf bilden die Kaurimuscheln das Gesicht. Sie geben dem Kopf seine Züge und seinen Blick. Aus dem schlichten Zement wird so eine Figur mit einem Gesicht.
In das Innere des Kopfes werden bei der Anfertigung ausgewählte Bestandteile eingelassen. Erst durch diese Bestandteile wird der Kopf zu dem, als was er gilt, der Vergegenwärtigung Elegguas.
Der Eleggua-Kopf ist damit eine Verbindung aus Bild und Behältnis. Die Zementform mit den Kaurimuscheln gibt das sichtbare Gesicht, die eingelassenen Bestandteile geben den geborgenen Kern.
Der Eleggua-Kopf hat seinen Platz am Hauseingang. Dort hütet er die Schwelle des Hauses und bewacht den Übergang zwischen außen und innen.
Der Kopf wird in der Nähe der Tür aufgestellt oder gehalten. Von diesem Platz aus richtet sich seine Aufmerksamkeit auf alles, was das Haus betritt oder verlässt.
Die Aufgabe Elegguas am Eingang ist der Schutz. Er soll Unheil von der Schwelle abwehren und verhindern, dass schädliche Einflüsse in das Haus gelangen.
Der Eleggua-Kopf wird nicht sich selbst überlassen. Er wird gepflegt und mit Gaben bedacht. Diese Zuwendung gehört zur Beziehung zwischen dem Haushalt und dem Orisha.
Die Verbindung Elegguas mit dem Hauseingang ergibt sich aus seinem Wesen. Als Orisha der Schwellen und der Übergänge ist der Eingang der Ort, der ihm von Natur aus zukommt.
Der Eleggua-Kopf am Hauseingang gehört damit zu den Schutzfiguren, die einen Ort hüten. Wie andere Türhüter ist er an die Schwelle gebunden und bewacht von dort aus den geschützten Bereich.
Eleggua am Hauseingang lässt sich im größeren Zusammenhang der Schwellenhüter betrachten. Der Schutz der Tür und der Schwelle ist ein verbreiteter Gedanke.
Die Schwelle eines Hauses gilt in vielen Kulturen als ein gefährdeter Ort. Sie ist die Grenze zwischen dem geschützten Inneren und der ungeschützten Aussenwelt.
Aus diesem Grund kennen zahlreiche Traditionen Schutzzeichen und Schutzfiguren, die an der Tür angebracht werden. Sie sollen die Schwelle bewachen und Unheil am Eintritt hindern.
In der jüdischen Tradition hütet die Mesusa den Türpfosten. In anderen Kulturen stehen Türwächter, Schutzbilder oder Schutzzeichen am Eingang. Der Eleggua-Kopf gehört in diese Reihe.
Eleggua unterscheidet sich von vielen dieser Zeichen dadurch, dass er ein verehrter Orisha ist. Er ist nicht ein bloßes Zeichen, sondern die Vergegenwärtigung einer Gestalt, mit der eine Beziehung gepflegt wird.
Eleggua ist damit die Ausprägung des Schwellenhüters in der Santeria. Er verbindet den verbreiteten Gedanken vom Schutz der Tür mit der Verehrung eines bestimmten Orishas, dem die Schwellen von Natur aus zukommen.
Eleggua hat seine Wurzeln in der Religion der Yoruba. Dort entspricht ihm eine Gestalt, die ebenfalls die Wege, die Türen und die Kreuzungen hütet.
In der Religion der Yoruba ist diese Gestalt der Hüter der Schwellen und der unverzichtbare Mittler. Auch dort wird sie bei vielen Anlässen zuerst angerufen.
Mit der Verschleppung von Yoruba nach Kuba reiste diese Vorstellung über den Atlantik. Auf Kuba wurde sie zur Gestalt Elegguas, eingebunden in die neue Religion der Santeria.
Verwandte Gestalten finden sich in weiteren afrikanisch-karibischen Religionen. Auch im Vodou und in anderen Überlieferungen gibt es Hüter der Wege und der Schwellen mit ähnlichen Aufgaben.
Diese Verwandtschaft zeigt, dass Eleggua kein vereinzelter Fall ist. Er gehört zu einer Gruppe von Schwellenhütern, die das gemeinsame westafrikanische Erbe in verschiedenen Religionen fortführen.
Eleggua ist damit ein Zeugnis kultureller Beharrlichkeit. In ihm hat eine Yoruba-Gestalt über den Atlantik hinweg fortbestanden und in der Santeria eine neue, eigene Form gefunden.
Der Eleggua-Kopf folgt einem eigenen Verständnis. Er ist nicht ein bloßes Abbild Elegguas, sondern gilt als seine Vergegenwärtigung.
Der Unterschied ist bedeutsam. Ein Abbild stellt eine Gestalt nur dar. Eine Vergegenwärtigung dagegen macht die Gestalt am Ort gegenwärtig, sodass eine Beziehung zu ihr möglich wird.
Im Eleggua-Kopf wird Eleggua gegenwärtig. Der Kopf ist der Ort, an dem die Beziehung zwischen dem Haushalt und dem Orisha gepflegt wird.
Diese Gegenwart wird durch die Anfertigung hergestellt. Die eingelassenen Bestandteile, die Kaurimuscheln und die begleitenden Handlungen machen aus der Zementform die Vergegenwärtigung Elegguas.
Aus diesem Verständnis ergibt sich auch die Pflege des Kopfes. Weil Eleggua in ihm gegenwärtig ist, wird der Kopf nicht wie ein bloßer Gegenstand behandelt, sondern mit Zuwendung bedacht.
Der Eleggua-Kopf zeigt damit ein Verständnis, das in den afrikanisch-karibischen Religionen verbreitet ist. Ein Gegenstand ist nicht nur Bild, sondern Ort der Gegenwart einer verehrten Gestalt.
Die Santeria ist heute eine lebendige Religion. Sie wird auf Kuba, in den Vereinigten Staaten und in weiteren Ländern von zahlreichen Menschen praktiziert.
Eleggua gehört zu den Orishas, die in der heutigen Santeria eine wichtige Rolle spielen. Der Eleggua-Kopf am Hauseingang ist in den Haushalten der Anhänger verbreitet.
In der öffentlichen Wahrnehmung wird die Santeria, oft unter dem Namen Voodoo, vielfach als Schauerthema dargestellt. Diese Darstellung wird der Religion nicht gerecht.
Eine sachliche Betrachtung erkennt die Santeria als das an, was sie ist, eine gewachsene Religion mit westafrikanischen Wurzeln, mit einer eigenen Ordnung und mit verehrten Gestalten.
Eleggua ist innerhalb dieser Religion der Hüter der Schwellen. Der Eleggua-Kopf am Hauseingang ist die sichtbare Form, in der dieser Schutz im Alltag gegenwärtig ist.
Der Eleggua-Kopf bleibt damit ein eindrückliches Beispiel für eine Schutzfigur am Hauseingang. In ihm verbinden sich das Yoruba-Erbe, die Geschichte der Santeria und der Gedanke, dass die Schwelle des Hauses einen Hüter braucht.
Verwandte Schlüsselbegriffe: Eleggua Santeria Orisha Hauseingang Schwellenhüter Kaurimuscheln Yoruba Kuba.
iWell Guard steht in der kulturhistorischen Linie tragbarer Schutzobjekte, zu der auch der Eleggua-Kopf gehört. Ein moderner Begleiter für Menschen, die mit Schutzsymbolen leben: gefertigt in Deutschland, 41 Ebenen aus Echtgold, Platin und Silber, mit 30-Tage-Rückgaberecht.
Persönliche Erfahrungen können unterschiedlich sein. Kein Medizinprodukt. Kein Heilversprechen.