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Roane, die gutmütige Robbenseele der gälischen Highlands

Roane ist Geist der gälischen Tradition.

Sanftmütiger Robbenmensch, der sich nie an Jägern rächt. Die gutmütige Robbenseele der gälischen Highlands zeigt sich in Erzählungen stets versöhnlich gegenüber Menschen.

Inhaltsverzeichnis

Roane, Geist der gälischen Tradition
Roane

Roane sind die Robbenmenschen der gälisch-irischen Folklore: im Meer Robben, an Land nach Ablegen der Haut schöne Menschen. Anders als andere Wasserwesen üben sie niemals Rache.

Wer die Haut versteckt, bindet die Roane, bis sie diese wiederfindet.

Auf einen Blick: Roane

Typ: Robbenmensch, rachefreie Ausprägung
Herkunft: gälisch-irische Folklore der Highlands
Texte: mündlich, 20. Jh. gesammelt
Zeitraum: alt, seit dem 20. Jh. dokumentiert
Erscheinung: im Meer Robbe, an Land schöner Mensch

Herkunftsraum und Quellen

Zeitraum der Texte

Alt, doch erst im 20. Jahrhundert systematisch aufgezeichnet.

Verbreitungsraum

Schottische Highlands und Inseln, Orkney, Shetland und Irland, mit Parallelen auf den Färöern.

Quellenlage

Gut: Standardwerke von Briggs, Thomson und Marwick.

Name und Varianten

Altirisch: Roane leitet sich vom altirischen Wort für Robbe ab, wörtlich Robbenwesen.

Gestalt und Wirken

Erscheinung

Kaum von Robben zu unterscheiden; an Land macht die Haut sie zu schönen Menschen.

Wirkung

Roane ertränken niemanden, ihr Bild ist die Robbenbraut: gebunden durchs Verstecken der Haut, gelöst durchs Wiederfinden.

Steckbrief: Roane

Die wichtigsten Merkmale der Roane auf einen Blick.

Tradition

Gälisch-irische Folklore, die sanfteste Spielart der Robbenmenschen.

Bezogen auf

Robbenjäger und Küstenbewohner der gälischen Highlands.

Darstellung

Große Robbe im Meer, an Land schöner, melancholischer Mensch.

Wirkungsbereich

Tragische Robbenbraut-Sage, keine Rache, keine Bedrohung.

Umgang

Robben nicht töten; die Haut entscheidet über Bindung.

Verwandtes

Die Selkie Orkneys und Shetlands, der irische Merrow.

Das Robbenhaut-Motiv der gälischen Highlands

Roane bedeutet wörtlich Robbenwesen, vom altirischen Wort für Robbe: sanfteste der Feenwesen, gutartig genug, sich nicht an Robbentötern zu rächen. Wird die Haut versteckt, muss sie beim Finder bleiben, bis sie diese wiederfindet.

Bewahrt durch Folkloristen des 20. Jahrhunderts

Briggs, Thomson und Marwick sammelten die Roane-Sagen der Highlands.

Religionswissenschaftlich ist sie ein Feenwesen, kein Gott. Wichtige Klarstellung: Die Gefahr geht nicht von der Roane aus, sondern vom Menschen, der ihre Haut raubt.

Kein Abwehrzauber, sondern Achtung vor der Robbe

Ein Schutz vor der Roane ist nicht nötig, sie gilt als harmlos; die Haut zu besitzen hält sie an Land. Man trug dennoch ein Amulett als Zeichen achtsamen Umgangs, streute Salz und vertraute geweihten Glocken.

Selkie, Merrow und die keltische Wasserwelt

Roane ist die mildeste Spielart im Kreis der Selkie, deren Sagen auch Rache kennen. Verwandt sind der irische Merrow und die bretonische Marie Morgane, ohne Hautmotiv.

Häufige Fragen zur Roane

Was unterscheidet Roane von Selkie?

Roane ist der gälische Name der rachefreien Art.

Sind Roane gefährlich?

Nein, die Gefahr geht vom Menschen aus, der ihre Haut raubt.

Weiterführende Verlinkungen

Literatur (Auswahl)

Quelle: Briggs, K.: A Dictionary of Fairies. 1976.

Weiteres im Literaturverzeichnis.

Als Roane Robbenmenschen der gälischen Highlands bleiben sie die versöhnlichste Gestalt der Wasserwelt: eine Selkie gälischer Prägung, die niemals Rache übt.

Einordnung & Schutz

ISTUFE
Der Schutz-Kompass ordnet dieses Wesen der Einwirkungsstufe I zu – Geringe Einwirkung.

Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:

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