Astralwesen, feinstoffliche Wesenheiten und Lichtkörper
Astralwesen ist der Sammelbegriff für feinstoffliche Wesenheiten und Lichtkörper, die in theosophischer und anthroposophischer Tradition zwischen grobmaterieller Welt und göttlichem Ursprung verortet werden.
Astralwesen sind übernatürliche Wesen jenseits der materiellen Welt, die in der esoterischen Tradition feinstoffliche Sphären bewohnen.
Astralwesen sind Entitäten, die in metaphysischen Weltbildern auf der Astraleben oder Zwischenbereichen lokalisiert werden, eigenständige Bewusstseinsformen zwischen materieller und spiritueller Sphäre mit autonomer Handlungsfähigkeit. Konzeptionell wurzeln sie in theosophischen, anthroposophischen und spiritistischen Systemen des 19. und 20. Jh., sowie in älteren schamanischen Vorstellungen von Geisterdoppeln. Ihre Ontologie ist empirisch umstritten, aber religionshistorisch konsistent dokumentiert und systematisiert. Diese Konzeptualisierung entstand parallel in theosophisch-esoterischen Bewegungen des späten 19. Jh.
Inhaltsverzeichnis
1. Begriff und Abgrenzung
Astralwesen sind feinstoffliche Entitäten in Systemen, die mehrschichtige Kosmologie annehmen. Sie unterscheiden sich von Geistern dadurch, dass Geister typischerweise verstorbene Menschen sind, während Astralwesen angeborene Existenzen feinstofflicher Ebenen sind.
Abgrenzung zu Lichtwesen: Lichtwesen sind oft eine Subkategorie, betont die luminöse oder spirituell-progressive Natur. Astralwesen ist breiter und neutraler.
Abgrenzung zu Dämonen: Dämonen werden oft als gefährlich oder von niedriger Frequenz konzeptualisiert. Astralwesen sind in theosophischen Systemen oft als progressiv oder hilfreich verstanden.
Ein wichtiger Punkt: Astralwesen sind nicht physisch nachweisbar – sie sind metaphysische Postulate. Ihre „Realität“ ist kosmologisch, nicht empirisch.
Astralwesen sind ein zentrales Motiv der modernen Esoterik.
2. Kulturhistorische Beispiele
Theosophie (Helena Blavatsky, 19. Jahrhundert): Blavatsky stellte eine Hierarchie feinstofflicher Ebenen auf – die Astraleben, Mentalebenen, Causalebenen (in Sanskrit-Termini: Kama-Loka, Rupa-Loka, etc.). Astralwesen sind Einwohner dieser Ebenen – Devas, Anhänger, verstorbene Meister. Sie sind real aber unsichtbar, Bewusstein ohne physischen Körper.
Anthroposophie (Rudolf Steiner, 20. Jahrhundert): Steiner modifizierte und kritisierte Blavatsky, entwickelte aber ein ähnliches System der Hierarchien. Seine Angelologie ist explizit – Erzengel, Archangeloi, Exousiai sind Kosmische Intelligenzen, die regieren oder anleiten.
Theosophische Astralreisen: Der Theosophismus lehrte, dass der menschliche Astralkörper aus dem physischen austreten kann (Astralprojektion) – eine Fähigkeit, die mit Training entwickelbar ist. Die Astraleben sind daher erlebbar, nicht nur konzeptuell.
Westliche Okkultismus-Traditionen: Golden-Dawn, Hermetic Order und verwandte Schulen verankerten Astralwesen in ihrer Lehre – die Sephiroth der Kabbala haben Astrale Korrespondenzen und Schutzwesen.
Hinduistische Devas: Indische Traditionen haben lange ein System der feinstofflichen Göttlichkeiten – Devas sind göttliche Wesen nicht-physischer Sphären. Das ist älter als Theosophie, aber die Theosophie verband das mit westlichem Okkultismus.
Moderne Spirituelle Bewegungen: New-Age, moderne Shamanism, Channeling-Bewegungen operieren mit einem Verständnis astralischer Wesen. „Spirit Guides“, „Aufgestiegene Meister“, „Licht-Wesen“ sind moderne Astralwesen.
Theosophische Astralebene: Leadbeater und die feinstofflichen Welten
Die moderne Konzeption von Astralwesen stammt primär aus der Theosophischen Gesellschaft (gegründet 1875 von Helena Petrovna Blavatsky). Charles Webster Leadbeater, ein führender Theosoph, beschrieb in Werken wie The Inner Life (1917) eine unsichtbare Astralebene, eine feinstoffliche Realität parallel zur physischen. Diese Ebene bevölkern menschliche Astralleichen (unbewusste Projektionen von Schlafenden), Verstorbene und nicht-menschliche Entitäten. Leadbeaters Beschreibungen, präzise kartografiert mit Hierarchien, Farben und Funktionen, prägen bis heute die westliche Astralebene-Vorstellung. Er betont, dass nur trainierte Bewusstseins-Fähigkeiten diese Wesen wahrnehmen können, und warnt vor Gefahren (parasitäre niedere Wesen). Diese theosophische Kosmologie ist nicht biblisch, sondern synkretistisch aus indischem Tantrismus, buddhistischen Kosmologien und westlichem Okkultismus zusammengesetzt.
3. Quellenlage
Theosophisch: Blavatsky (The Secret Doctrine, Isis Unveiled), Annie Besant, Charles Leadbeater (The Astral Plane). Anthroposophisch: Rudolf Steiner (Gesammeltes Werk, besonders zu Hierarchien und Engeln). Okkultismus: Golden-Dawn Teachings, Hermetic Texts. Hindu: Upanishaden, Vedanta-Philosophie, Tantra-Texte. Modern: New-Age-Literatur, Channeling-Texte, moderne Spiritualitäts-Autoren.
New-Age-Channeling und Außerirdischen-Narrative: Plejaden und Reptiloiden
Mit der Hippie-Bewegung der 1960er Jahre erlebte die Astralebene-Lehre eine Renaissance. New-Age-Medialisten begannen, zu channeln, also Nachrichten von jenseitigen Wesen zu empfangen. Eine prominente Narrativ-Linie betrifft die Plejaden, ein Sternsystem 400 Lichtjahre entfernt: Channelerinnen wie Barbara Marciniak (Bringers of the Dawn, 1992) behaupten, Botschaften von plejadischen Wesen zu empfangen, die als fortgeschrittene Guides funktionieren. Parallel entstand die Reptiloiden-Theorie (popularisiert von David Icke ab den 1990er Jahren), wonach eine Reptil-Rasse die Erde regiert. Diese Narrative sind nicht wissenschaftlich, aber kulturell mächtig: Sie erlauben alternative Erklärungen für Macht-Asymmetrien und positionieren Channelerinnen als Wahrheits-Sprecherinnen. Diese Astralwesen-Diskurse zeigen, dass moderne westliche Religiosität Außerirdisches integriert hat.
4. Heutige Bedeutung / Verwandte Wesen
Astralwesen bleiben in modernem New-Age, Spiritualismus und okkulten Kreisen zentral. Sie bieten eine Kosmologie, in der Bewusstsein und magische Einflussnahme auf mehreren Ebenen möglich sind. Psychologisch können Astralwesen als Archetypen oder Unterbewusstsein-Projektionen verstanden werden – ohne dass die metaphysische Interpretation erforderlich ist. In Kulturen mit langer feinstofflicher Kosmologie (Hinduismus, Taoismus) bleiben Astralwesen-ähnliche Konzepte philosophisch lebendig.
Verwandte Praktiken: Lichtwesen (höherrangig), Angelologie (wenn separate Seite), Meditation auf feinstoffliche Ebenen, Astralprojektion.
Meta-Titel: Astralwesen – Feinstoffliche Entitäten in Okkultismus und Theosophie Meta-Description: Astralwesen: Theosophie, Anthroposophie, Devas – Feinstoffliche Hierarchien und Lichtwesen in okkulter Kosmologie. Fokus-Keyword: astralwesen
Kontakt-Erfahrungen und UFO-Religiosität
Astralwesen verschmelzen in der Populär-Kultur mit UFO-Diskursen. Menschen, die glauben, außerirdische Kontakt-Erlebnisse zu haben (Entführungen, Kommunikation, physische Begegnungen), interpretieren diese oft als Astralebene-Phänomene, weil die Grenze zwischen dem Physischen und dem Feinstofflichen im Astral-Denken porös ist. UFO-Religionen wie die Raelian Movement (gegründet 1974) oder frühere Flying-Saucer-Cults nutzen Astralwesen-Kosmologie, um Außerirdische als erlöser-ähnliche Wesen zu verstehen. Psychologisch lassen sich Astralwesen-Erlebnisse als unbewusste Projektionen interpretieren (Psychologen sprechen von hypnagogischen Halluzinationen und Schlafparalyse-Träumen); kulturell gesprochen sind Astralwesen ein Symptom des modernen westlichen Bewusstseins, das nach Kontakt mit dem Anderen sucht.
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