Eisenkraut (Verbena officinalis), im Volksmund auch Verbene, Wunschkraut oder Druidenkraut genannt, zählt zu den mit Zauber und Schutz am dichtesten verknüpften Pflanzen Europas. Schon bei Kelten und Germanen, so die Überlieferung, galt es als heiliges Kraut mit besonderer Kraft.
Der lateinische Beiname Hierobotane, das „heilige Kraut“, verweist auf seine Verehrung bereits in der Antike. Im mittelalterlichen Volksglauben wurde dem Eisenkraut nachgesagt, seinen Träger unverwundbar gegen Hieb-, Stich- und Schusswaffen zu machen, eine Vorstellung, die dem deutschen Namen „Eisenkraut“ zugrunde liegen dürfte.
Eisenkraut gilt in der Überlieferung als klassisches Zauber- und Schutzkraut.
Eisenkraut (Verbena officinalis) ist eine in ganz Europa heimische, unscheinbare Staude mit kleinen violetten Blüten. Trotz ihres bescheidenen Aussehens gehört sie zu den Pflanzen mit einer besonders reichen Zauber- und Schutzüberlieferung im europäischen Raum.
Im deutschen Volksmund trägt sie Namen wie Wunschkraut, Wunderkraut, Taubenkraut oder Druidenkraut, die auf die ihr zugeschriebene besondere Kraft hinweisen. Als Bestandteil von Amuletten, als Zutat des sogenannten Eisenkraut-Wassers und als Räucherkraut findet sie in der Überlieferung Verwendung.
Die Verehrung des Eisenkrauts reicht bis in die Antike zurück. Griechen und Römer widmeten ihm rituelle Bedeutung, es wurde bei Opferzeremonien verwendet und als Reinigungskraut geschätzt. In den keltischen Kulturen soll es der Überlieferung nach von den Druiden zu bestimmten Zeiten unter Beachtung strenger Regeln gesammelt worden sein.
Mittelalterliche Kräuterbücher und Zauberhandschriften beschreiben aufwendige Sammelrituale: Die Wurzel sollte mit Honig umlegt, unter Gebeten ausgegraben und dabei nach manchen Quellen nicht mit Eisen berührt werden, ein Widerspruch zum deutschen Namen, den die Überlieferung nicht auflöst. Ein alter Merkvers rät sogar ausdrücklich zum Graben mit Gold statt mit Eisen.
Im deutschsprachigen Volksglauben wurde Eisenkraut Kindern in kleinen Beuteln um den Hals gehängt, um sie vor Verschreien und Verhexung zu schützen, eine Praxis, die bis in jüngere Zeit vereinzelt belegt ist.
Dem Eisenkraut wird in der Überlieferung eine doppelte Wirkung zugeschrieben: Es soll einerseits körperlich unverwundbar machen, also vor Waffen und Verletzung schützen, andererseits vor unsichtbaren Angriffen wie Verhexung und bösem Blick bewahren. Diese Doppelrolle als Schutz gegen sichtbare und unsichtbare Gefahr ist unter den Schutzkräutern ungewöhnlich ausgeprägt.
Als Grundlage dieser Kraft galt die besondere Reinheit der Pflanze, die schon im Namen Hierobotane anklingt. Das aus den Blättern gewonnene sogenannte Eisenkraut-Wasser wurde zum Besprengen von Räumen und Gegenständen verwendet, in der Vorstellung, dass die im Kraut gebundene Kraft auf das Besprengte übergehe.
Eisenkraut ist eine der wenigen Schutzpflanzen, deren Überlieferung sich nahezu lückenlos von der Antike bis in die Neuzeit verfolgen lässt. Bei den Römern galt es als heilige Pflanze des Jupiter und wurde Gesandten mitgegeben, die damit Schutz auf Reisen und bei Verhandlungen erhofften.
Im keltischen Raum, insbesondere in Gallien und auf den Britischen Inseln, ist die Verbindung zu den Druiden fest in der volkskundlichen Literatur verankert, wenn auch die genauen historischen Rituale nur bruchstückhaft überliefert sind. Im angelsächsischen England wurde Eisenkraut zusammen mit weiteren heiligen Kräutern in einem bekannten Zauberspruch, dem „Nine Herbs Charm“, gegen Krankheit und Gift angerufen.
Diese breite, über Jahrhunderte und Kulturräume verfolgbare Überlieferung zählt das Eisenkraut zu den zentralen Pflanzen der europäischen Kräuterschutzkunde.
Die Überlieferung setzt Eisenkraut vor allem gegen Verhexung und bösen Zauber ein. Daneben findet sich der Glaube, es schütze vor Waffengewalt, vor dem Verschreien von Kindern und Vieh sowie allgemein vor dem bösen Blick.
In manchen Regionen wurde Eisenkraut auch Reisenden und ihren Pferden mitgegeben, um sie unterwegs vor Unfällen und feindseligen Begegnungen zu bewahren. Der Schutz-Kompass ordnet diese Bedrohungsbilder den Kräutern zu, für die sie in den Quellen belegt sind.
Nach überlieferter Praxis wurde Eisenkraut getrocknet in kleinen Säckchen am Körper getragen oder als Amulettzutat verwendet. Ebenso ist die Anwendung als Räucherwerk belegt, bei dem das getrocknete Kraut verglimmt wurde, um Räume von schädigenden Einflüssen zu befreien.
Das erwähnte Eisenkraut-Wasser wurde zum Besprengen von Schwellen und Gegenständen genutzt, in Anlehnung an ähnliche Praktiken mit Salz und Weihwasser.
Eine Grenze der Überlieferung liegt in den widersprüchlichen Sammelvorschriften: Je nach Quelle sollte die Pflanze mit der bloßen Hand, mit Gold oder unter bestimmten Sternkonstellationen ausgegraben werden, was auf ein uneinheitliches, regional stark variierendes Wissen hindeutet.
Verwandte Schlüsselbegriffe: eisenkraut verbena wunschkraut druidenkraut.
Die Vorstellung, eine Pflanze könne unverwundbar und zugleich vor unsichtbaren Angriffen geschützt machen, zeigt, wie eng körperlicher und seelischer Schutz im Volksglauben zusammengedacht wurden. Dieses Prinzip einer mitgeführten, dauerhaften Schutzwirkung greift der iWell Guard auf.
Was das Eisenkrautsäckchen am Hals des Kindes leisten sollte, nämlich einen ständigen Begleiter gegen unsichtbare Gefahr, überträgt der Anhänger in eine zeitgemäße Form, ohne den Anspruch auf die einstige magische Wirkung zu erheben.
Persönliche Erfahrungen können unterschiedlich sein. Kein Medizinprodukt. Kein Heilversprechen.
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