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Marakihau, die Röhrenzunge der See-Taniwha

Marakihau ist Geist der Māori-Überlieferung.

Ein Seeungeheuer, das Kanus mit der Röhrenzunge verschlingt.

GeistPolynesien

Inhaltsverzeichnis

Marakihau, Geist der Māori-Überlieferung
Marakihau

Der Marakihau ist ein Meeresungeheuer der Māori, eine Art See-Taniwha mit röhrenartiger Zunge, die Fische und Kanus einsaugt.

Das Motiv gehört der Schnitzkunst; er gilt als Wächter eines Gewässers und als Bedrohung für Kanufahrer.

Auf einen Blick: Marakihau

Typ: See-Taniwha mit Röhrenzunge
Herkunft: mündliche Māori-Überlieferung
Texte: Orbell, Schnitzkunst
Zeitraum: verschriftlicht ab 19. Jh.
Erscheinung: Oberkörper, Fischschwanz, Röhrenzunge

Herkunftsraum und Quellen

Zeitraum der Texte

Mündliche Māori-Überlieferung, ab dem 19. Jahrhundert verschriftlicht.

Verbreitungsraum

Neuseeland, vor allem die Mataatua-Stämme der Bay of Plenty und Urewera.

Quellenlage

Gut: Orbell und Best, dazu die Schnitzkunst.

Name und Varianten

Māori: Marakihau bezeichnet in der Schnitzkunst eine Art See-Taniwha; kennzeichnend die ngongo, die lange, hohle Röhrenzunge.

Gestalt und Wirkung

Erscheinung

Stilisierter Oberkörper, eingerollter Fischschwanz, ähnlich einer Meerjungfrau; Kennzeichen die röhrenförmige Zunge.

Wirkung

Er kentert Kanus und saugt Fische durch die Zunge ein.

Steckbrief: Marakihau

Die wichtigsten Aspekte auf einen Blick.

Kulturkontext

Schnitzmotiv der Māori, das den Taniwha-Glauben visuell verdichtet.

Bezogen auf

Kanufahrer und Fischer, denen die Röhrenzunge Boot und Fang raubt.

Darstellung

Oberkörper, eingerollter Fischschwanz, Röhrenzunge mit Napfmund.

Wirkungsbereich

Kentert Kanus und saugt Fische wie Boote durch die Zunge ein.

Umgang

Keine spezifische Abwehr überliefert; Respekt vor dem Gewässer und karakia beim Betreten.

Verwandtes

Unterart des Taniwha, mit Pania nur durch die Überlieferung verbunden.

Die Röhrenzunge und das Schnitzmotiv

Kennzeichnend ist die ngongo, ein hohler Röhren-Mund in Napfform, der oft einen Fisch zeigt; so saugte der Marakihau Fische wie Kanus ein.

Verbreitet ist er bei den Mataatua-Stämmen, belegt im Haus in Te Kuiti; Ureia gilt im Marakihau-Stil als Wächter in Hotunui.

Schnitzkunst statt Erzähltradition

Der Marakihau ist ein prominentes Schnitzmotiv der Māori, etwa im Haus Hotunui mit dem Wächter Ureia im Auckland War Memorial Museum.

Er ist ein Sonderfall: primär ein ikonografisches Konzept, das den Taniwha-Glauben verdichtet.

Achtung des Gewässers statt gezielter Abwehr

Zu Schutzriten gegen den Marakihau ist die Quellenlage dünn, eine Abwehr nicht überliefert. Üblich ist der Umgang mit Taniwha allgemein: Respekt und karakia. Es gelten Amulett, Schutzkreis und Salz.

Seeungeheuer und Meerwesen im Vergleich

Der Marakihau ist eine Unterart des Taniwha; Ureia gilt als Beispiel im Marakihau-Stil. Von Pania derselben Überlieferung trennt ihn die Rolle: sie wohlwollend, er eine Warngestalt.

Häufige Fragen zum Marakihau

Ist der Marakihau ein Taniwha?

Ja, eine See-Unterart, an das Schnitzmotiv gebunden.

Was ist die ngongo?

Die hohle Röhrenzunge, mit der er Fische und Kanus einsaugt.

Weiterführende Verlinkungen

Empfohlene interne Links:

Literatur (Auswahl)

Quelle:

  • Orbell, Margaret: The Illustrated Encyclopedia of Māori Myth and Legend. Christchurch 1995.

Mehr im Literaturverzeichnis.

Als Marakihau Taniwha bleibt diese Gestalt vor allem eines: ein Maori Meeresungeheuer der Schnitzkunst, dessen Röhrenzunge Fische wie Kanus gleichermaßen verschlingt.

Einordnung & Schutz

IVSTUFE
Der Schutz-Kompass ordnet dieses Wesen der Einwirkungsstufe IV zu – Schwere Einwirkung.

Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:

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