Mama Cocha, Meeresgöttin und Wassermutter der andinen Küstenkultur

Mama Cocha (Quechua Mama Qucha, Mutter See, Meermutter) ist die Meeres- und Gewässer-Göttin der Anden. Für die Küsten-Fischergemeinden des präshispanischen Peru und für die Salzgewinner war sie die zentrale religiöse Bezugsfigur, vergleichbar in ihrer Bedeutung mit Pachamama für die Hochlandbauern.

GöttinAnden / InkaWasser-Göttin

Inhaltsverzeichnis

Mama Cocha - Götter aus der Anden-inka-Tradition, historisch-illustrativ

Einordnung im andinen Pantheon

Mama Cocha zählt zu den wichtigsten weiblichen Hochgottheiten des andinen Pantheons, neben Pachamama und der Mondgöttin Mama Killa. Sie ist die personifizierte Numinosität aller Gewässer, des Pazifischen Ozeans, der großen Hochlandseen wie des Titicaca, der Bergströme und des Quellwassers.

Religionswissenschaftlich gehört sie zur weiten Klasse der Wasser- und Meeresgöttinen, die in fast allen Küstenkulturen der Welt eine herausragende Stellung haben. Strukturell vergleichbar sind die griechische Amphitrite, die römische Salacia, die japanische Toyotama-hime, die afro-brasilianische Yemaya und, etwas anders gelagert, die polynesische Hina-Figur. Mama Cocha unterscheidet sich von diesen Parallelen durch ihre Doppel-Funktion als Meer- und Süßwasser-Göttin, die in den anderen Traditionen meist in zwei separate Wesen aufgeteilt ist.

Im inkazeitlichen Reichskult war Mama Cocha eine der vier obersten Frauengottheiten. In dem Coricancha von Cusco gab es einen eigenen Mama-Cocha-Schrein neben dem Mama-Killa-Tempel. Garcilaso de la Vega und Bernabe Cobo berichten, dass dieser Schrein mit muschelartigen Silbereinlagen geschmückt war, was die maritime Konnotation der Göttin ikonographisch ausdrückte.

Die Inka-zeitliche Theologie verband Mama Cocha eng mit der Wasserkreislauf-Vorstellung: Das Wasser des Pazifiks steigt als kosmischer Dunst nach Norden, wird im Bereich der Milchstraße zu himmlischer Feuchtigkeit, fällt als Regen über die Anden zurück zur Erde und kehrt durch die Bergströme wieder zum Meer zurück. Mama Cocha ist die personifizierte Numinosität dieses gesamten Wasser-Kreislaufs, nicht nur seines maritimen Endpunktes. Gary Urton hat diese kosmologische Wasser-Theologie in The Cosmos of the Quechua (1981) ausgearbeitet.

Name und Etymologie

Der Name Mama Qucha ist eine Quechua-Bildung aus mama (Mutter) und qucha (See, Meer, jedes stehende Gewässer). Diego Gonzalez Holguin übersetzt qucha 1608 mit laguna o mar, See oder Meer. Damit bezeichnet das Wort jede größere Wasserfläche unabhängig vom Salzgehalt.

Im Aymara heißt das Äquivalent quta oder cota; die regionale Göttinen-Variante ist Quta Mama. Der Titicaca-See selbst, dessen Name aus dem Aymara stammt (titi-qaqa, Felsen des Pumas), war einer der wichtigsten Manifestations-Orte Mama Cochas, vor allem in seiner Funktion als Geburtsort der Sonne im Inka-Mythos.

Im modernen quechua-sprachigen Gebrauch hat qucha die Bedeutung erweitert auf jede Art Wasserspeicher, einschließlich künstlicher Stauteiche und Bewässerungskanäle. Damit ist Mama Cocha in der bauern-religiosen Praxis nicht nur Göttin der natürlichen Gewässer, sondern auch der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur. Diese Erweiterung spiegelt die zentrale Bedeutung der Bewässerung in der andinen Landwirtschaft.

Beschreibung und Ikonographie

Mama Cocha wird in den Quellen als nicht streng anthropomorphe Göttin beschrieben. Im Coricancha-Tempel war ihr Bildschmuck wahrscheinlich eine große silberne Muschelschale, gefuellt mit Wasser, in dem sich der Himmel spiegelte. Diese Konzeption, Göttin als Reflektionsfläche zwischen oberer und unterer Welt, ist genuin andin und unterscheidet sich von der anthropomorphen Tradition mediterraner Meeresgöttinnen.

In der vor-inkaischen Moche-Kultur (ca. 100, 800 n. Chr.) sind erotisch-ikonographisch komplexe Frauenfiguren mit Fischschwanz und Muschel-Attributen erhalten, die archäologisch oft als Mama-Cocha-Vorgänger interpretiert werden. Christopher Donnan hat in Moche Art and Iconography (1976) diese Figuren systematisch beschrieben, ohne ihre emische Bezeichnung sicher rekonstruieren zu können.

Auf erhaltenen Inka-Keros (Trinkgefässen) erscheint Mama Cocha gelegentlich als Frauenfigur mit flüssigen Locken, die an Wellen erinnern, oder mit einem Wassertopf in der Hand. In der kolonialen Cusquena-Malerei wird sie regelmäßig mit der christlichen Maria der Schiffer (Maria Stella Maris) verschmolzen, insbesondere in den Küstenstädten Lima, Trujillo und Arequipa.

Eine besonders bedeutsame ikonographische Spur findet sich in den Spondylus-Muschel-Depots der präshispanischen Küsten-Heiligtümer. Die roten und orangen Spondylus-Muscheln stammen aus den wärmeren Gewässern Ecuadors und mussten über lange Handelsstrecken in die andinen Küsten transportiert werden. Sie galten als materielle Manifestation Mama Cochas und wurden in großen Mengen in den Tempeln, in den Mumien-Beigaben und in den Bauopfer-Depots verwendet. Maria Rostworowski hat in ihrer Arbeit zur Pachakamak-Spondylus-Wirtschaft (1977) die zentrale rituelle Bedeutung der Muschel für die Mama-Cocha-Theologie ausgearbeitet.

Mythologische Erzählungen

Mama Cocha ist in mehreren Inka-Schöpfungsmythen präsent. Im wichtigsten Mythos, überliefert durch Bernabe Cobo und Pedro Sarmiento de Gamboa, erhebt sich der Sonnengott Inti aus den Wassern des Titicaca-Sees, also aus dem Schoss Mama Cochas. Damit ist Mama Cocha kosmologisch älter als die Sonne; sie gehört zu einer präsolaren Schicht der Welt-Wirklichkeit.

Eine zweite Mythen-Tradition, das Huarochiri-Manuskript überliefert sie, beschreibt Mama Cocha als Gemahlin Pachakamaks, des höchsten Gottes der Pazifikküste. Aus dieser Verbindung entstehen verschiedene Wasser- und Fischtöchter, die als sekundäre Göttinen der küstenandinen Flussmündungen verehrt werden. Die Beziehung zwischen Mama Cocha und Pachakamak ist im Huarochiri-Mythos teilweise konfliktbeladen: Sie verlassen sich gegenseitig, finden wieder zueinander, woraus die Aitiologie der Gezeiten erklärt wird.

Ein dritter Mythen-Komplex verbindet Mama Cocha mit den Sterbenden. In der inkazeitlichen Theologie galt das Westmeer als Bereich des Toten-Sonnenaufgangs: Die Sonne tauchte abends im Westen ins Meer und schwamm nächtlich durch die unterirdische Welt zurück zum östlichen Aufgangsort. Die Toten begleiten diesen nächtlichen Sonnen-Schwimm und werden von Mama Cocha aufgenommen. Diese eschatologische Funktion der Meermutter ist auch in der Bestattungspraxis der präshispanischen Chimu-Kultur belegbar, deren Toten oft mit dem Gesicht nach Westen begraben wurden.

Eine vierte mythologische Konstellation, überliefert durch Maria Rostworowski, beschreibt Mama Cocha als Schwester oder Schwiegermutter Yacumamas, der großen Wasserschlange. Beide Wesen-Gestalten sind sich semantisch nahe und werden in einigen Dörfern in einer gemeinsamen Wasserkult-Praxis verehrt. Die Trennung zwischen der zoomorphen Yacumama (Wasserschlange) und der eher abstrakt-mutterhaften Mama Cocha ist allerdings konsistent festgehalten und sollte in der religionsethnologischen Analyse nicht aufgelöst werden.

Kult und Verehrung

Der wichtigste Mama-Cocha-Kult fand an der peruanischen Pazifikküste statt, insbesondere bei den Chimu, den späteren inka-zeitlichen Küstenprovinzen und den Salz-Gewinnungsregionen. Die Maranga-Fischer südlich von Lima opferten der Göttin vor jeder Ausfahrt kleine Holzfigurinen, Chicha und Spondylus-Muschel-Stücke.

Im Hochland bildete der Titicaca-See den wichtigsten Mama-Cocha-Manifestation-Ort. Auf der Isla del Sol und auf der Isla de la Luna standen vor-inkaische und inka-zeitliche Kultkomplexe, deren Reste heute noch zu besichtigen sind. Die archäologischen Untersuchungen von Charles Stanish (Lake Titicaca, 2003) haben gezeigt, dass die Verehrung des Sees als kosmische Mutter weit über die Inka-Zeit hinaus zurückreicht.

Im Coricancha-Tempel von Cusco wurden anlässlich großer Festakte Wasser-Libationen vollzogen, in denen Wasser aus dem Pazifik, aus dem Titicaca und aus heiligen Gebirgsquellen vermischt und über die Altarsteine gegossen wurde. Cristobal de Molina beschreibt diese komplexe Libations-Praxis, die die hydrologische Einheit des Reiches kultisch absicherte.

Eine wichtige interregionale Pilger-Praxis bestand zwischen den hochlandischen Inka-Tempeln und den küsten-andinen Mama-Cocha-Heiligtümern, insbesondere bei Pachakamak. Polo de Ondegardo und Cobo berichten, dass an großen Festen wie dem Capac Raymi spezielle Wasser-Boten von der Pazifik-Küste nach Cusco geschickt wurden, die dort lebendiges Meerwasser für die zentrale Mama-Cocha-Libation am Coricancha-Altar brachten. Diese Boten-Praxis, über die das Inka-Straßennetz Qhapaq Nan in nur wenigen Tagen die rund 1000 km zwischen Küste und Hauptstadt zu überbrücken erlaubte, ist ein eindrucksvoller Beleg für die kultische Integration der maritimen und der hochlandischen Wasser-Theologie im inka-Reich.

Schutzpraxis und Apotropäisches

Die Mama-Cocha-bezogene Schutzpraxis konzentrierte sich vor allem auf zwei Bereiche: Sicherheit auf dem Meer und reiche Fischfänge. Praktizierende Fischer hängten bis ins 20. Jahrhundert hinein kleine Muschel-Amulette an die Schiffsmaste, opferten beim Anlanden die erste gefangene Fisch zurück ins Meer und beraucherten die Boote mit Eukalyptus-Holz vor jeder neuen Saison.

Im Hochland bei den Bewässerungsbauern war die wichtigste Schutzpraxis das jährliche Yarqa-Aspiy-Fest, in dem die Bewässerungskanäle rituell gereinigt und Mama Cocha um regelmäßige Wasserzufuhr gebeten wurde. Cobo beschreibt diese Praxis für die inkazeitliche Region Yucay; sie ist im heutigen Cusquena-Dörfern bei Pisac und Maras bis in die Gegenwart erhalten. Der Tag des yarqa-aspiy ist je nach Dorf etwa Ende Juli oder im August und stellt eines der wichtigsten kollektiven Ritualereignisse der Bewässerungs-Gemeinden dar.

Eine besondere Schutzpraxis betrifft das Bad in heiligen Quellen (puquial). Bestimmte Quellen gelten als besonders mit Mama Cocha verbunden und werden bei Krankheit, Fieber oder ritueller Verunreinigung aufgesucht. Diese Bade-Praxis hat sich in der peruanisch-bolivianischen Volksreligion bis heute erhalten und wird in der ethnographischen Literatur als limpia con agua de manantial beschrieben.

Bei den modernen Aymara-Dörfern um den Titicaca-See ist die Mama-Cocha-Verehrung in einer spezifischen Bootsweihe-Praxis erhalten geblieben. Wenn ein neues Schilfboot (balsa de totora) zu Wasser gelassen wird, opfert die Familie kleine Schlucke Schnaps und ein Bisschen Koka in den See, bevor das Boot zum ersten Mal benutzt wird. Diese Praxis ist von Joseph Bastien und Olivia Harris in ihren ethnographischen Werken beschrieben und zeigt die ungebrochene Verehrung der Wasser-Mutter in der modernen quechua-aymarischen Bauernschaft.

Parallelen in anderen Kulturen

Strukturell hat Mama Cocha viele Parallelen in den Meeres-und-Süßwasser-Göttinnen der Weltreligionen. Die griechische Amphitrite, die römische Tethys, die altgermanische Ran, die slawische Mokosch, die hinduistische Ganga, die afro-brasilianische Yemaya und die polynesische Hinemoana gehören alle in die strukturelle Gruppe der weiblichen Wasser-Gottheiten.

Mircea Eliade hat in Patterns in Comparative Religion (1958) das Wasser-Göttin-Muster systematisch beschrieben: Wasser ist in praktisch allen Religionen zugleich Quelle des Lebens, Reinigungsmedium und Bereich der Toten. Mama Cocha verkörpert diese Triade auf paradigmatische Weise, als Geburtsort der Sonne, als Bade-Reinigung-Medium und als Aufnehmerin der Toten.

Innerhalb Amerikas weist Mama Cocha Ähnlichkeiten zur aztekischen Chalchiuhtlicue (Jade-Röckchen-Göttin) und zur Maya-Mond-und-Wasser-Göttin Ix Chel auf. Chalchiuhtlicue ist insbesondere die Patronin der Geburten und der Bewässerung, was die Funktionsanalogie zur Mama-Cocha-Bewässerungsbezug deutlich macht. Allerdings ist die ikonographische Tradition Chalchiuhtlicues anthropomorpher und narrativer als die zurückhaltend-symbolische Mama-Cocha-Tradition.

Innerhalb des andinen Religionssystems steht Mama Cocha in einer komplementären Beziehung zu Pachamama: Wo Pachamama die feste Erde und die feldwirtschaftliche Fruchtbarkeit verkörpert, ist Mama Cocha die flüssige, bewegte Wasser-Numinosität. Beide werden in der ethnographischen Literatur als komplementäres Paar tierra y agua beschrieben, das die landwirtschaftliche Produktion überhaupt erst ermöglicht. Catherine Allen hat für die Dörfer der Provinz Paucartambo diese strukturelle Komplementarität ausführlich beschrieben.

Heutige Rezeption und Forschung

In den modernen quechua- und aymarasprachigen Gemeinden ist Mama Cocha als religiös-kultische Figur vor allem in der Bewässerungs-Praxis lebendig geblieben. Die yarqa-aspiy-Feste werden in vielen Cusquena-Dörfern bis heute begangen und sind in der ethnographischen Literatur (Inge Bolin: Rituals of Respect, 1998; Karsten Paerregaard: Linking Separate Worlds, 1997) systematisch beschrieben.

In der peruanischen Küsten-Region hat sich der Mama-Cocha-Kult in synkretistischer Form als Verehrung der Virgen del Carmen und der Stella Maris erhalten. Die küsten-katholischen Schiffer-Prozessionen, in denen die Madonna-Statuen auf Booten über das Meer getragen werden, sind funktionale Nachfolger der präshispanischen Mama-Cocha-Bittriten. Die religionsethnologische Forschung, insbesondere die Arbeiten von Maria Rostworowski, hat diese Kontinuität eingehend dokumentiert.

In der akademischen Klimaforschung ist Mama Cocha jüngst in den Diskurs über die andine Wasserkrise hineingezogen worden. Die fortschreitende Gletscherschmelze der Anden, die die Bewässerungssysteme der Hochlanddörfer langfristig bedroht, wird in der bauernreligiösen Diskussion oft als Strafe oder Trauer Mama Cochas interpretiert. Karsten Paerregaard hat in Pilgrims of the Andes (2017) gezeigt, wie der Klimadiskurs religionsethnologisch eine neue Dimension der Mama-Cocha-Praxis hervorbringt.

In der akademischen Religionswissenschaft hat Mama Cocha jüngst auch eine Rolle in der Diskussion um Genealogie weiblicher Hochgottheiten in den Amerikas gespielt. Die These einer kontinuierlichen Frauen-Göttinen-Tradition, die von der Moche-Kultur über Wari und Inka bis in die kolonialen Marien-Synkresisen reicht, wird von einigen Autoren (Mary Helms, Maria Rostworowski) vertreten und von anderen (Tom Zuidema, Pierre Duviols) kritisch relativiert. Die methodische Herausforderung liegt in der Frage, ob ikonographische Ähnlichkeiten über so lange Zeiträume hinweg als Hinweis auf religiöse Kontinuität zu lesen sind oder ob es sich um konvergente, voneinander unabhängige Entwicklungen handelt.

Literatur und Quellen

Die folgende Auswahl listet zentrale Werke der Andenethnologie und der archäologischen Forschung zur Mama-Cocha-Tradition und zu den Wasser-Göttinnen der zentralen Anden.

Mama Cocha und der Fischfang an der Pazifikküste

Mama Cocha, die Meeresmutter, war besonders für die Küstenbevölkerung des Andenraums von Bedeutung, deren Lebensgrundlage der Fischfang und die Nutzung der außerordentlich fischreichen Gewässer des Humboldtstroms war. Spanische Chronisten, die das inkaische Hochland beschrieben, widmeten den Küstenkulturen weniger Aufmerksamkeit, doch einzelne Berichte und vor allem archäologische Befunde belegen, dass das Meer als Spenderin von Nahrung eigene Verehrung empfing.

Der Jesuit José de Acosta erwähnt in seiner Historia natural y moral de las Indias von 1590, dass die Küstenbewohner das Meer als Mamacocha ansprachen und es um Fisch baten, ähnlich wie das Hochland die Erde um Feldfrüchte bat. Diese Parallelisierung von Meer und Erde, von Mama Cocha und Pachamama, durchzieht die Quellen und entspricht einem Grundzug andiner Religion, in der das Verhältnis zu den nährenden Mächten als Reziprozität gedacht wird: Gabe und Gegengabe.

Quellenkritisch ist zu beachten, dass die Chronisten die Küstenreligion oft nur aus inkaischer oder missionarischer Perspektive wiedergeben und lokale Eigenheiten der zahlreichen Küstenkulturen, von den Chimú bis zu kleineren Fischergemeinschaften, kaum differenzieren. Archäologische Funde wie Opfergaben in Küstennähe und Darstellungen von Meerestieren auf Keramik der Moche- und Chimú-Kultur zeigen jedoch, dass das Meer schon lange vor den Inka ein religiös aufgeladener Raum war. Mama Cocha ist insofern ein Sammelname für eine Verehrung, die regional sehr unterschiedlich ausgestaltet gewesen sein dürfte.

Literatur (Auswahl)

  • Charles Stanish: Lake Titicaca (2003)
  • Maria Rostworowski: Estructuras andinas del poder (1983)
  • Inge Bolin: Rituals of Respect (1998)
  • Karsten Paerregaard: Linking Separate Worlds (1997)
  • Christopher Donnan: Moche Art and Iconography (1976)
  • Bernabe Cobo: Historia del Nuevo Mundo (1653)

An der andinen Küstenkultur wurde Mama Cocha als Meeresgöttin und Wassermutter verehrt, die Fischfang, Salzgewinnung und Seereisen unter ihren Schutz stellte.

Verwandte Schlüsselbegriffe: Mama Cocha Mama Qucha Titicaca Yarqa Aspiy Puquial Chalchiuhtlicue Stella Maris.

iWell Guard und Schutztraditionen

iWell Guard knüpft an die kulturhistorische Tradition tragbarer Schutzobjekte an, in der Tradition von Anden / Inka und vielen anderen Kulturen weltweit. 41 Ebenen, Echtgold, Platin, Silber, gefertigt in Deutschland. 30-Tage-Rückgaberecht.

Persönliche Erfahrungen können unterschiedlich sein. Kein Medizinprodukt. Kein Heilversprechen.

iWell Guard ist kein Medizinprodukt und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Die religionswissenschaftlichen Inhalte sind kulturhistorische Einordnung, keine spirituelle Praxis-Empfehlung.

Einordnung & Schutz

IISTUFE
Der Schutz-Kompass ordnet dieses Wesen der Einwirkungsstufe II zu – Spürbare Einwirkung.

Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:

Im Schutz-Kompass vergleichen →