Falkengott, Sohn von Isis und Osiris, Gebieter des Königtums. Horus ist die Kraft der Erneuerung, die aus Niederlage geboren wird.
Mit Falkenkopf und Sonnenscheibe, in Priesterhand und auf Pharaonen-Thron, verkörpert er die legitime Herrschaft über Ägypten und den Sieg des Lichts über das Chaos. Sein Auge, das *Wedjat-Auge*, ist eines der mächtigsten Schutzamulette der ägyptischen Religion, ein Symbol der Ganzwerdung nach Trauma.
Horus ist ein ägyptischer Falkengott der königlichen Macht. Der Steckbrief ordnet Horus als Gott der ägyptischen Tradition in das Geflecht von Königtum und Schutzmacht ein.
Typ: Ägyptische Hauptgottheit, Königs- und Himmelsgott
Pantheon: Ägypten (alle Dynastien)
Funktion: Verkörperung des Königtums, Himmel, Schutz vor Set-Chaos
Hauptattribute: Falkenkopf, Doppelkrone Pschent, Was-Zepter, Wedjat-Auge
Hauptkultorte: Edfu (größter Horus-Tempel), Hierakonpolis, Behdet
Griechische Identifikation: teilweise Apollon (durch Sonnen-Aspekt)
Horus ist seit der prädynastischen Zeit (vor 3000 v. Chr.) belegt, auf der Narmer-Palette schwebt er über dem König als Falke. Der lebende Pharao galt von Beginn an als Verkörperung des Horus, der verstorbene als Osiris.
Hauptblütezeit des Edfu-Tempels war die ptolemäische Zeit (3.–1. Jh. v. Chr.). Mehrere Horus-Aspekte existieren parallel: Horus der Ältere, Horus von Edfu, Harpokrates (Kind), Harendotes (Vater-Rächer).
Hauptkultort war Edfu (Behdet) in Oberägypten, der größte erhaltene ägyptische Tempel, ptolemäisch erbaut. Daneben Hierakonpolis (Nekhen, frühdynastisches Zentrum), Buto im Delta. Kosmar (Letopolis) für Harmerti-Aspekt. Als Königsgott war Horus aber im gesamten Land präsent, im Inneren jeder Königskartusche stand ein Horus-Symbol.
Zentrale Quellen: die Pyramidentexte (Spr. 219, 359), das Totenbuch (Spr. 17), die Geschichte vom Streit zwischen Horus und Seth (Chester-Beatty-Papyrus I), die vollständig erhaltenen Wandtexte des Edfu-Tempels (theologische Spätform), Plutarchs De Iside et Osiride. Sekundärliteratur: Junker, Die Götterlehre von Memphis; Bonnet, Reallexikon; Meeks/Favard-Meeks, Daily Life of the Egyptian Gods.
Horus wird mit Falkenkopf dargestellt, oft mit doppelter Krone (Pschent: rote Unterägypten + weiße Oberägypten Krone) oder mit der Atef-Krone (weiße Feder mit seitlichen Hörnern).
Sein berühmtestes Symbol ist das Wedjat-Auge (auch Horusauge), ein stilisiertes Auge mit Falken-Marke, das Heilung, Schutz und Vollständigkeit verkörpert. Der Falke selbst ist sein Tier; Falcon-Schwingen beschirmen manchmal seinen Leib in Darstellungen. Die Sonnenscheibe (Aten) ruht auf seinem Haupt.
Horus rächt seinen Vater Osiris gegen Set in einer legendären Auseinandersetzung, bei der beide verletzt werden, Horus verliert sein Auge (das von Thoth oder Hathor wiederhergestellt wird). Als Sohn wird er zum Erben des Throns: jede ägyptische Herrschaft ist eine Horus-Herrschaft.
Pharaonen sahen sich als lebende Falken, mit Horus-Kraft beseelt. Priester opferten ihm Wildenten und Hymnen. Der Horustempel in Edfu gehörte zu den reichsten des Landes. In Riten wurde Horus angerufen zur Heilung von Verletzungen und zur Legitimierung der Macht.
Horus wird meist als Falke oder als falkenköpfiger Mann mit der Doppelkrone Ägyptens (Rot- und Weißkrone) dargestellt. Sein linkes Auge ist das Mondauge (Längsmark), sein rechtes das Sonnenauge, Symbole für seine Herrschaftsgebiete.
Das Wadjet-Auge, sein heiliges Auge, ist eines der mächtigsten Schutzsymbole Ägyptens. Der Falke ist sein Tier, schnell, präzise und himmelshoch fliegend. Die Doppelkrone symbolisiert die Vereinigung Ober- und Unterägyptens.
Die wichtigsten Aspekte von Horus auf einen Blick. Die folgenden Felder fassen Herkunft, Funktion, Erscheinung, Verehrung, Symbole und Parallelen zusammen.
Horus ist Sohn der Isis und des Osiris, geboren nach Osiris’ Tod, das Kind, das Isis allein im Schilf von Chemmis aufzog (Harpokrates-Mythos).
In früheren Traditionen: Horus der Ältere ist Bruder des Osiris. Hauptkonflikt: der Kampf gegen Set um die Erbfolge des Osiris, nach langem Streitgespräch und körperlichem Kampf gewinnt Horus und tritt das Königtum Ägyptens an.
Verkörperung des Königtums, jeder Pharao war „Horus auf dem Thron“. Schutz gegen Set-haftes Chaos, gegen Schlangen, gegen das Böse. In Heilungs-Magie Schutzgott der Kinder und Kranken (Horus-Cippus-Stelen, häufiges Schutzobjekt). Sein Wedjat-Auge ist eines der wichtigsten Schutzamulette der gesamten antiken Welt.
Falkenköpfige Frau-Mann-Gestalt mit Doppelkrone Pschent (rote Krone Unterägyptens + weiße Krone Oberägyptens), Was-Zepter und Anch. Auch reiner Falke mit Doppelkrone. Als Kind (Harpokrates) nackter Knabe mit Finger am Mund und Jugendlocke. Als Horus von Edfu eine größere flügelumarmende Sonnenscheibe. Wedjat-Auge als eigenständiges Symbol häufig.
Wirkungsbereich: Horus war der Gott des regierenden Königtums, jeder Pharao schwur den Horus-Eid. Für das Volk war Horus Schutzgott gegen Krankheit und Schlangen, sein Wedjat-Auge das verbreitetste Schutz-Amulett. Edfu war Pilgerziel in der ptolemäischen und römischen Spätzeit, das jährliche Schöne Vereinigungsfest (Begegnung mit Hathor) zog tausende Besucher.
Falke (besonders Wanderfalke), Doppelkrone Pschent, Was-Zepter, Anch, Wedjat-Auge, geflügelte Sonnenscheibe (Edfu). Pflanzen: Lotos. Heilige Orte: Tempel von Edfu mit seinem berühmten Pylon, Hierakonpolis als Ursprungsort.
Apollon (Griechenland, Sonnen- und Reinheitsaspekt), Marduk (Mesopotamien, Königs-Schutzgott), Indra (Hinduismus, Götterkönig), Tarchunna/Tesub (Hethiter), Iuppiter Capitolinus (Rom, Reichsschutz). Die Falken-Ikonographie hat keine direkte indogermanische Parallele.
Rituale zur Abwehr
Die Schutzfunktion des Horus wurzelt in seinem Mythos: Als Kind wurde er von seiner Mutter Isis im Papyrusdickicht von Chemmis vor Seth verborgen und dort von Schlangen und Skorpionen bedroht und geheilt.
Aus dieser Erzählung leiteten die magischen Texte die Vollmacht ab, Gift und Gefahr im Namen des Horus abzuwehren. Auch das Königtum stand unter seinem Schutz, denn jeder Pharao galt als irdische Verkörperung des Horus.
Beschwörungen
Neben dem Udjat-Amulett gehörten die sogenannten Horus-Stelen oder Cippi zur Schutzpraxis, vor allem in der Spätzeit. Sie zeigen den Horusknaben, der auf Krokodilen steht und Schlangen, Skorpione und andere Gefahrtiere in den Händen hält.
Wasser, das über die beschrifteten Stelen gegossen wurde, nahm nach ägyptischer Vorstellung die Kraft der Sprüche auf und wurde gegen Bisse und Stiche getrunken oder aufgetragen.
Amulette und Schutzsymbole
Im Zentrum der Schutzpraxis um Horus steht das Udjat, das wiederhergestellte Horusauge, das im Mythos von Seth verletzt und von Thot geheilt wurde.
Als Amulett aus Fayence, Stein oder Metall wurde es Lebenden wie Toten beigegeben und galt als Inbegriff von Unversehrtheit und Heilung. Funde aus allen Epochen Ägyptens zeigen, dass das Horusauge zu den am häufigsten getragenen Schutzzeichen des Landes gehörte.
Der Kult des Horus war mit dem Pharaonenkult verflochten. Jeder Pharao war Horus auf Erden und trug den Namen „Horus-Namen“ unter seinen Titeln. Die Mythologie der Auseinandersetzung zwischen Horus und seinem Onkel Seth wurde in Tempeln nachgespielt.
Der neunjährige Horus, der eine Schwachheit des Feindes testen musste, symbolisiert auch die Initiation. Falkenstatuen bewachten Tempel, und Horus wurde als Beschützer gegen böse Kräfte angerufen.
Horus ähnelt dem griechischen Apollo (Sonnengott, Heiler, Bogenschütze) und dem römischen Helios. In indischen Traditionen hat er Ähnlichkeit mit Surya (Sonnengott). Das Motiv des verletzten und geheilten Auges findet sich in Odin (Skandinavien), der sein Auge opfert. Das Konzept des Königs als Gottesbild ist pan-mediterran und prägt später christliche Ideologie.
Der zentrale Erzählstoff um Horus ist sein Konflikt mit Seth um die Herrschaft über Ägypten. Nach der Ermordung des Osiris durch dessen Bruder Seth zieht Isis ihren Sohn Horus im Verborgenen auf, damit er das Erbe seines Vaters einfordern kann.
Der erwachsene Horus tritt vor das Götterkollegium und verlangt das Königtum. Seth bestreitet seinen Anspruch, und es folgt ein langwieriger Rechtsstreit vor der Neunheit der Götter.
Die ausführlichste zusammenhängende Fassung dieser Auseinandersetzung steht im sogenannten Papyrus Chester Beatty I aus der Ramessidenzeit, einem Text, der oft unter dem Titel Der Streit zwischen Horus und Seth geführt wird. Er schildert eine Reihe von Wettkämpfen und Listen: ein Wettrennen in Steinbooten, ein Tauchen in Nilpferdgestalt, eine durch Isis herbeigeführte Täuschung.
Der Ton dieses Textes ist auffällig derb und stellenweise komisch, was die Forschung lange irritiert hat. Heute versteht man ihn als eine literarisch ausgestaltete Version, die einen ernsten theologischen Kern in unterhaltsamer Form weitergibt.
Der theologische Kern ist die Legitimation des Königtums. Horus verkörpert den rechtmäßigen Erben, Seth den gewaltsamen Usurpator. Am Ende spricht das Götterkollegium, häufig auf das Urteil des Osiris aus der Unterwelt hin, Horus die Herrschaft über das Land der Lebenden zu. Diese Entscheidung ist mehr als der Ausgang einer Erzählung.
Sie begründet das Prinzip, dass jeder regierende Pharao als lebendiger Horus auf dem Thron sitzt und sein verstorbener Vorgänger zu Osiris wird. Der Mythos liefert damit das Grundmuster der ägyptischen Königsideologie über drei Jahrtausende.
Hinter dem Namen Horus verbergen sich mehrere ursprünglich getrennte Gottesgestalten, die im Lauf der ägyptischen Religionsgeschichte zusammenwuchsen oder nebeneinander bestehen blieben. Die Ägyptologie unterscheidet daher von Horusformen im Plural.
Eine wichtige Linie ist Horus der Ältere, in den Quellen Haroëris genannt, eine Himmels- und Lichtgottheit, deren Augen Sonne und Mond sind. Von ihm zu trennen ist Horus, der Sohn der Isis und des Osiris, in den Quellen Harsiese, der Erbe und Rächer des Vaters.
Daneben steht das Horuskind, Harpokrates in griechischer Form, dargestellt als nacktes Kind mit der Jugendlocke und dem Finger am Mund.
Diese Gestalt gewann besonders in der Spätzeit und in griechisch-römischer Zeit große Bedeutung im häuslichen und volkstümlichen Kult. Harmachis wiederum, Horus im Horizont, ist eine Sonnenform, die unter anderem mit der großen Sphinx von Gizeh verbunden wurde. Lokale Ausprägungen wie der Horus von Edfu, Behdeti, hatten eigene Tempel und Festkreise.
Diese Vielfalt ist kein Zeichen von Unordnung, sondern entspricht der ägyptischen Art, das Göttliche zu denken. Eine Gottheit konnte in verschiedenen Aspekten, an verschiedenen Orten und in verschiedenen Lebensphasen erscheinen, ohne dass diese Aspekte als Widerspruch empfunden wurden.
Die moderne Forschung, etwa in den grundlegenden Arbeiten von Hans Bonnet und später in den Überblicksdarstellungen zur ägyptischen Götterwelt, hat herausgearbeitet, wie aus zunächst eigenständigen Lokalgöttern durch theologische Reflexion und politische Zentralisierung ein vielschichtiger Gott Horus entstand.
Das Horusauge, ägyptisch wedjat, ist eines der bekanntesten Symbole der altägyptischen Kultur. Es geht auf eine Episode des Seth-Konflikts zurück: Im Kampf verletzt Seth dem Horus ein Auge, das später von Thot geheilt oder wiederhergestellt wird.
Das geheilte Auge wird damit zum Sinnbild der Wiederherstellung, der Unversehrtheit und des Heils. In manchen Erzählungen bringt Horus dieses Auge seinem Vater Osiris dar, wodurch es auch zum Zeichen der Opfergabe und der Belebung des Toten wird.
Als Amulett war das wedjat über alle Schichten der ägyptischen Gesellschaft hinweg verbreitet. Es findet sich auf Mumienbinden, in Grabbeigaben, auf Schmuckstücken und an Hausgegenständen. Die Träger erhofften sich davon Schutz, Gesundheit und Abwehr von Unheil. Archäologische Funde belegen das Symbol von der Zeit des Alten Reiches bis weit in die griechisch-römische Epoche.
Eine eigene Bedeutung hat das Horusauge in der altägyptischen Mathematik. Seine einzelnen Bildbestandteile wurden mit Bruchteilen verbunden, die fortlaufend halbiert werden, also ein Halb, ein Viertel, ein Achtel und so fort. Mit diesem System notierten die Schreiber Anteile von Getreidemaßen.
Die ältere Forschung hat darin ein geschlossenes Rechensystem gesehen, neuere Untersuchungen bewerten die Verbindung von Mythos und Maßeinheiten vorsichtiger und betonen, dass die schematische Zuordnung teilweise erst eine moderne Rekonstruktion ist. Unbestritten bleibt jedoch, dass das Auge des Horus eines der wirkungsmächtigsten Bildzeichen Ägyptens war, dessen Spuren bis in heutige populäre Darstellungen reichen.
Kein Gott war enger mit dem ägyptischen Königtum verbunden als Horus. Bereits in der Frühzeit, also um die Wende vom 4. zum 3. Jahrtausend v. Chr. trug der König einen Namen, der ihn unmittelbar mit dem Gott identifizierte: den sogenannten Horusnamen.
Er wurde in einem Rechteck geschrieben, das die Palastfassade darstellt, mit dem Falken des Horus darüber. Der König war damit nicht nur Schützling, sondern Erscheinungsform des Gottes auf Erden.
Diese Vorstellung blieb durch die gesamte pharaonische Geschichte hindurch tragend. Der lebende König galt als Horus, der verstorbene Vorgänger als Osiris. Der Thronwechsel wurde so als geordnete Abfolge gedacht, in der jeder Herrscher den Platz des Sohnes einnimmt, der das Erbe des Vaters antritt.
Die Königstitulatur entwickelte sich später zu einem System von fünf Namen, von denen mehrere weiterhin auf Horus Bezug nahmen, darunter der sogenannte Goldhorusname.
Auch in der Ikonografie des Königs ist Horus gegenwärtig. Eine berühmte Statue aus dem Alten Reich zeigt den König Chefren mit dem Falken des Horus, der schützend hinter seinem Kopf sitzt. In Tempelreliefs schwebt der Falke häufig über dem Herrscher und reicht ihm Schutzzeichen.
Die enge Verbindung von Gott und König bedeutete, dass der Horuskult zugleich ein Stück Staatsideologie war. Die Religionswissenschaft hat darin ein anschauliches Beispiel dafür gesehen, wie eine Gesellschaft die Legitimität ihrer Herrschaft religiös verankerte und damit Stabilität über lange Zeiträume sicherte.
Der besterhaltene große Tempel des pharaonischen Ägypten ist dem Horus geweiht. Er steht in Edfu in Oberägypten und wurde in ptolemäischer Zeit errichtet, über mehr als anderthalb Jahrhunderte hinweg, bis ins 1. Jahrhundert v. Chr.
Verehrt wurde dort der Horus von Behdet, eine Lokalform des Gottes, gemeinsam mit der Göttin Hathor von Dendera und ihrem gemeinsamen Sohn.
Die Wände des Tempels tragen umfangreiche Inschriften, die für die Religionswissenschaft von großem Wert sind. Sie überliefern Festbeschreibungen, theologische Texte und vor allem eine dramatische Schilderung des Sieges des Horus über Seth, häufig als Mythos vom geflügelten Sonnenscheibe oder als Edfu-Drama bezeichnet.
Diese Texte geben einen seltenen Einblick in die rituelle Inszenierung eines Mythos, denn sie scheinen mit kultischen Handlungen und möglicherweise mit szenischen Aufführungen verbunden gewesen zu sein.
Ein besonderes Fest war die jährliche Reise der Hathor von Dendera nach Edfu, das Fest der schönen Vereinigung, bei dem die Götterbilder zusammengeführt wurden. Edfu zeigt, dass der Horuskult auch in den letzten Jahrhunderten der ägyptischen Religion lebendig und reich ausgestaltet war, lange nachdem das Land unter griechische Herrschaft geraten war.
In griechisch-römischer Zeit verbreitete sich zudem die Gestalt des Horuskindes weit über Ägypten hinaus im Mittelmeerraum, häufig im Gefolge der Isis. Damit reicht die Wirkungsgeschichte des Horus von den ältesten Königsnamen Ägyptens bis in die religiöse Welt der römischen Kaiserzeit.
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Horus (ägyptisch Heru) ist einer der ältesten und wichtigsten Götter Ägyptens, der falkenköpfige Himmels- und Königsgott. Im Osiris-Mythos ist er der Sohn von Osiris und Isis.
Nach der Ermordung Osiris durch Set wird Horus von Isis heimlich aufgezogen, kämpft als Erwachsener gegen Set um das Königtum und gewinnt, er wird zum legitimen Herrscher und göttlichen Urbild jedes irdischen Pharaos. Jeder regierende Pharao galt als Horus auf Erden, jeder verstorbene Pharao als Osiris im Jenseits.
Das Udjat-Auge (auch Wedjat) ist eines der berühmtesten Symbole der ägyptischen Kultur, das wiederhergestellte Auge des Horus, das im Kampf gegen Set verloren und vom Mondgott Thot mit Speichel geheilt wurde. Es symbolisiert Wiederherstellung, Schutz, Vollständigkeit, Heilung. Als Amulett war es eine der häufigsten Talismane Ägyptens.
In der späteren Heilkundetradition wurde das Udjat in sechs Teile geteilt, deren Brüche (1/2 + 1/4 + 1/8 + 1/16 + 1/32 + 1/64) als Bruchteile für die Maßeinheit Hekat (Getreide-Maß) dienten, sie ergeben 63/64, der fehlende Teil ist die magische Heilung Thots.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
Empfohlene Schutzmittel
Das einfachste Schutzmittel dieser Sammlung: 41 Schichten aus Echtgold 999, Platin, Silber und Silizium, gefertigt in Ruhla/Thüringen. Muss nicht aktiviert werden, ist an keine Person gebunden und wirkt im Umkreis von rund 50 Metern, auch ohne getragen zu werden.
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