Menschen tragen seit Jahrtausenden Schutzsymbole. Hand, Auge, Schriftrolle, Spiegel, Glas, jede Kultur hat eigene Antworten auf die Frage gefunden, wie der Mensch sich vor Schaden, Krankheit und Neid schützen kann. Dieses Lexikon ordnet die wichtigsten Schutzobjekte religionswissenschaftlich ein.
Ein Schutzsymbol ist ein materielles oder geistiges Zeichen, das in einer Tradition als wirksam gegen unsichtbare Bedrohungen gilt. Die Wirkungsannahme reicht von magischer Direkt-Wirkung über religiöses Gebet bis zu psychologischer Selbstvergewisserung. In allen Kulturen sind Schutzsymbole tragbar gemacht worden, als Anhänger, Armband, Ohrring, Tasche oder Aufkleber, manchmal auch als an einen festen Ort gebundenes Objekt wie die jüdische Mezuzah am Türpfosten.
Religionsethnologisch unterscheidet man drei Hauptfunktionen: apotropäisch (abwehrend), prophylaktisch (vorbeugend) und propitiatorisch (versöhnend). Die meisten Schutzsymbole funktionieren in mehreren dieser Modi gleichzeitig, je nach Situation und Träger.
Im iwell-guard-Lexikon finden Sie aktuell drei tragende Schutzsymbol-Lemmata, die in den Konzept-Säulen besonders gewichtet sind:
Drei weitere Schutzsymbol-Cluster sind im Lexikon parallel über die Wesen-Lemmata abgedeckt: die mesopotamischen Pazuzu-Anhänger als historisches Schutz-Pendant gegen Lamashtu, die ägyptischen Bes-Statuetten für Familien und Schwangere, und die griechisch-römischen Lamia- und Striga-Schutzpraktiken gegen Blick-Schaden.
Die Schutzsymbol-Sektion wird laufend ausgebaut. Geplante künftige Lemmata sind unter anderem das ägyptische Wadjet-Auge, das italienische cornicello-Hörnchen, die christlichen Skapuliere und Marien-Medaillen, buddhistische Mantra-Schnüre, mesoamerikanische ojo-de-Dios-Augen, slawische Kresnik-Anhänger und tibetische Schutz-Mandalas.
Der iWell Guard ist als moderner Schutzanhänger inspiriert von dieser jahrtausendealten Tradition. Er soll diese Symbol-Kultur weder ersetzen noch übertreffen, sondern eine zeitgenössische Form davon sein, gefertigt in Deutschland, mit klar dokumentierter Material-Architektur. Wer sich für die kulturhistorische Tiefe interessiert, findet im Lexikon die Quellen-Arbeit, die hinter dem Anhänger-Konzept steht.