Wesen aus der Keltisch-Tradition auf iWell Guard. Keltisch-irische und gallische Tradition. Hauptquellen: irische Sagenkreise (Ulster, Mythologisch), Lebor Gabala Erenn, archäologische Funde aus Gallien.
Die keltische Religion ist die am schlechtesten dokumentierte der großen europäischen Traditionen. Die Druiden gaben religiöses Wissen ausschließlich mündlich weiter, schriftliche Quellen kommen erst durch römische und mittelalterlich-irische Vermittlung. Caesar und andere antike Autoren beschreiben die Praxis aus außenstehender Perspektive, oft mit politischer Färbung.
Die irische und walisische Mittelalter-Literatur bewahrt mythologische Stoffe, der Lebor Gabála, die Ulster-Sage, die Mabinogi-Erzählungen, aber durch eine christliche Überlieferungsfilter. Götter erscheinen euhemerisiert als ehemalige Könige oder Heroen. Die Tuatha Dé Danann sind Götter, die in Sidh-Hügel zurückgewichen sind.
Charakteristisch ist die Verbindung zur Landschaft: heilige Quellen, Bäume, Hügel und Grenzorte (zwischen Land und Meer, Wald und Feld) tragen religiöse Bedeutung. Festtage wie Samhain, Imbolc, Beltane, Lughnasa strukturieren das Jahr. Diese Schicht hat in keltischer Volksreligion und neopaganen Strömungen ein langes Nachleben.
Zeitraum: Eisenzeit (800 v. Chr.) bis Christianisierung (5.-9. Jh. n. Chr.).
Verbreitung: Britische Inseln, Gallien, Hispania, Donauraum bis Galatien (Kleinasien).
Quellen: Irische Sagen (Ulster-Zyklus, Mythologisch), Lebor Gabala Erenn, Tain Bo Cuailnge, Mabinogion (walisisch), gallo-roemische Inschriften.
Pantheon und Wesensklassen: Tuatha De Danann (Dagda, Lugh, Brigid, Morrigan), Cernunnos, Manannan, Sidhe, Banshee, Leprechauns.
Die keltische Religion ist durch mündliche Tradition und späte schriftliche Zeugnisse (Römer, spätere christliche Mönche) fragmentarisch erhalten. Die ursprüngliche Struktur war dezentralisiert: jeder Stamm hatte lokale Gottheiten neben überregionalen Pantheon-Figuren. Druidische Priesterkaste verwaltete Wissen mündlich, was zur Absorption in schriftliche Kulturen führte. Zentrale Götterfiguren sind Dagda (Allvater), Lugh (Kunsthandwerk, Krieg), Brigid (Heilkunst, Feuer, Poesie) und Morrigan (Krieg, Schicksal). Das Sidhe-Konzept beschreibt übernatürliche Wesen, die in Hügeln und verborgenen Bereichen wohnen. Die Christianisierung vom 5.–12. Jahrhundert verdrängte die Praxis; manche Gottheiten wurden zu Heiligen umfunktioniert (Brigid wird Heilige Brigid). Keltische Renaissance im 19. Jahrhundert versuchte eine romantisierte Rekonstruktion. Moderne Quellen sind spekulativ.
Druidische Priester leiteten Opferrituale (Menschenopfer bezeugt durch antike Autoren) und Divination. Samhain (Jahreswechsel) und andere Fest-Daten markierten spirituell-kritische Momente. Healertum und Wahrsagung waren spezialisierte Rollen. Geistwesen und Sidhe waren nicht dämonisch, sondern eher ambivalent: gefährlich für Unbefugte, aber respektabel für Initiierte. Schutzrituale gegen böse Augen und Übernatürliches waren verbreitet. Stammestotems und Tierverbindungen (Druiden als Gestalt-Wechsler) sind dokumentiert. Volksglaube an Feen, Geister und magische Techniken überlebte in Volkstradition, besonders in Irland, Schottland und Wales. Heilige Quellen und Haine waren Kultstätten.
Lebendige keltische Religion existiert nicht mehr; Christianisierung löschte die Tradition aus. Volkstradition (irischer und schottischer Glaube an Feen, Selkies, Banshees) bewahrt fragmentarische Überreste. Die keltische Renaissance des 19./20. Jahrhunderts (Yeats, Synge, Celtic Twilight) romanisierte Quellen zu literarischen Zwecken. Moderne Neopagan-Bewegungen versuchen Rekonstruktion, sind aber spekulativ und ideologisch gemischt. Popkultur (Fantasy-Literatur, Harry Potter, Videospiele) nutzt keltische Ästhetik. Akademisch bleibt keltische Religion unsicher und fragmentarisch. Kulturelle Identität in Irland und Schottland nutzt keltische Symbole als Nationalismus-Marker, nicht als echte Glaubenstradition.

Die schriftliche Überlieferung zu Brigid reicht mehrere Jahrhunderte…

Die Alte, Wintergöttin und Felsenformerin der keltischen Welt.

Die schriftliche Überlieferung zu Cernunnos reicht mehrere…

Die schriftliche Überlieferung zu Dagda reicht mehrere Jahrhunderte…

Die schriftliche Überlieferung zu Lugh reicht mehrere Jahrhunderte zurück…

Die schriftliche Überlieferung zu Manannan mac Lir reicht…

Die schriftliche Überlieferung zu Morrigan reicht mehrere Jahrhunderte…

Die Banshee, von irisch bean sídhe , „Frau aus dem Hügel“, ist die…

Der Dullahan, irisch Dubhlachan oder Gan Ceann („ohne Kopf“), ist…

Die schriftliche Überlieferung zu Leanan Sidhe reicht mehrere…

Der keltische Gestaltwandler, zwischen Puck und schwarzem Pferd.

Die Sluagh, gälisch „Heer“, sind ein Kollektiv ruheloser Seelen in…
Die keltische Religion umfasst zwei kulturell verwandte, aber überlieferungstechnisch sehr unterschiedlich erfasste Räume: die Inselkelten (Irland, Wales, Schottland) und die Festlandkelten (Gallien, Britannien, Galatien). Von den Festlandkelten haben wir fast nur römisch-griechische Außenberichte (Caesar, Strabo, Lucan) und epigraphische Spuren. Die Inselkelten haben ihre Mythen, Lebor Gabála, Ulster-Zyklus, Mabinogi, christlich vermittelt schriftlich bewahrt.
Die Druiden waren in keltischen Gesellschaften gleichzeitig Priester, Richter, Lehrer, Heiler und Astronomen. Caesar berichtet, dass sie zwanzig Jahre lang ausgebildet wurden und alles mündlich tradierten. Die römische Eroberung schlug die Druiden in Gallien systematisch nieder; in Irland überlebten sie bis zur Christianisierung im 5. Jahrhundert. Der Bardenstand (Filid) übernahm Teile ihrer Funktionen.
Zentral für das keltische Weltbild ist die Anderswelt (Tír na nÓg, Annwn), kein Jenseits im christlichen Sinne, sondern ein paralleler Wirklichkeitsraum, der an bestimmten Orten und zu bestimmten Zeiten (Samhain, Beltaine) durchlässig wird. Die Sidhe, die Hügelvolks-Wesen, wohnen dort und stehen den Menschen zwischen Wohlwollen und Gefahr gegenüber.