Auf iWell Guard sortieren wir die Wesen verschiedener Mythologien in vier Hauptklassen: Götter, Lichtwesen, Geister und Dämonen.
Diese Übersicht erklärt das Klassifikationssystem, wonach wir trennen, wo die Übergänge fließend sind, und wie wir mit Wesen umgehen, die sich mehr als einer Klasse zuordnen lassen.
Die Sammelseite zu den vier Wesensklassen Götter, Dämonen, Geister und Lichtwesen bündelt die Klassen-Landingpages, ihre Sub-Kategorien und alle Einzeldarstellungen, die im iWell-Guard-Lexikon enthalten sind. Sie ist der Eingang in das gesamte Wesens-Verzeichnis und gleichzeitig die Antwort auf die Frage, wie wir das ausgesprochen heterogene Material aus rund 18 Kulturkreisen einheitlich ordnen, ohne die kulturspezifischen Eigenheiten einzuebnen.
Die Klassifikation folgt einer einfachen Logik: Wir unterscheiden zwischen den höchsten personifizierten Mächten eines Pantheons (Götter), den schadensorientierten oder ambivalenten Wesen unterhalb der Götter (Dämonen), den ortsgebundenen, an Verstorbene oder an natürliche Schwellen geknüpften Wesen (Geister) und den spirituellen Helferfiguren der westlichen Esoterik und des modernen New Age (Lichtwesen). Wo eine Figur zu mehreren Klassen passt, etwa Lilith als Dämonin, Geist und in feministischer Lesart als Göttin, wird sie in allen relevanten Klassen verlinkt und in jedem Kontext entsprechend erläutert.
Dieser Überblick stellt die vier Wesensklassen weltweit dar.
Vier Wesensklassen
Die im iWell-Guard-Lexikon dokumentierten Wesen sind grob in vier funktionale Hauptklassen unterteilen: Götter als ursprünglich oder per definitionem mächtige Hochgestalten mit überregionalem Kult, Dämonen als gezielt schädigende oder verführerische Mächte, Geister als oft an Ort, Familie oder Verstorbene gebundene Mittlerwesen, und Lichtwesen als helfende, schützende oder erleuchtende Erscheinungen (Engel, Bodhisattvas, Aufstiegsmeister). Diese Vierteilung ist nicht universal, viele Kulturen kennen Übergangs- und Mischformen, etwa indische Yakshas, japanische Kami oder mesopotamische Apkallu. Die wissenschaftliche Religionsgeschichte vermeidet daher dogmatische Klassifikation und beschreibt Wesen primär funktional: Wofür wird das Wesen angerufen, in welchem rituellen Kontext erscheint es, welche kulturelle Geschichte hat seine Verehrung oder Bannung? (Vgl. Hans Kippenberg: Die Entdeckung der Religionsgeschichte, München 1997; Jan Assmann: Religion und kulturelles Gedächtnis, München 2000.) Diese funktionale Perspektive prägt auch die Gliederung jeder Einzeleintragsseite des Lexikons.
Neben der Hauptklassifikation vermerkt das Lexikon, wo religionsgeschichtlich relevant, weitere Unterkategorien, etwa Hochgottheit, Schöpfergott, Totengottheit, Vegetationsgottheit, Schutzgottheit, Trickster, Bote, Wassergeist, Waldgeist, Hausgeist, Erzengel, Aufstiegsmeister, Dharmapāla. Diese sogenannten Traditionspille (siehe Pill-System) erlauben es Lesern, schnell vergleichbare Wesen über Kulturen hinweg zu identifizieren, also etwa alle Hochgottheiten der Weltreligionen oder alle Totenboten verschiedener Pantheons gegenüberzustellen.